Ingeborg Bachmann
Ingeborg Bachmann war im Jahr 1926 geboren und im Jahr 1973 gestorben. Vor ihrer Geburt zogen ihre Eltern nach Klagenfurt, wo sie wuchs auf. Obwohl ihrer Vater aus einer evangelischen Bauernfamilie stammte und sie evangelisch war, besuchte sie das katholische Ursulinengymnasium. An den Universitäten Innsbruck studierte sie Philosophie, Psychologie, Germanistik und Rechtswissenschaften. Sie schrieb für ihre Doktorarbeit eine Kritik auf der Existenzphilosophie von Martin Heidegger.Im Jahr 1946 veröffentlichte Ingeborg Bachmann Die Fähre, die sich um eine Liebesgeschichte zwischen einem Fährmann und seine Kundin handelte. Sie schrieb 1962 ein Hörspiel Ein Geschäft mit Träumen, das bei dem Besetztes-Nachkriegsösterreiches-Radiosender Rot-Weiß-Rot gesendet wurde. Ingeborg Bachmann schrieb zwei mehr Hörspiele: Die Zikaden im Jahr 1955 und Der gute Gott von Manhattan im Jahr 1959. Das Letztere erhielt 1959 das Hörspielpreis der Kriegsblinden. Sie bekam 1953 den Literaturpreis der Gruppe 47 für das Gedicht Die gestundete Zeit, dessen Motive um Natur und Endlichkeit ging. 1956 wurde ihrer zweite Gedichtband Anführung des Großen Bären veröffentlicht. In zwei Jahren danach verliebte Ingeborg Bachmann sich in Max Frisch und zog ich Zürich um. 1961 entstand ihrer erster Erzählband Das dreißigste Jahr, der sieben Erzählungen enthielt und sich mit der Nachkriegszeit in Deutschland und Österreich beschäftigte. Der Erzählband wurde mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet.1962 wurde die Beziehung zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch geendet, dafür musste die verletzte Ingeborg mehrmals in die Krankenhäuser. In den nächsten Jahren begann Ingeborg Bachmann mit der Romantrilogie Todesarten und veröffentlichte sie nur selten Gedichte. Die Trilogie wurde leider nie zum Ende gebracht. Ihr Erzählband Simultan wurde veröffentlicht und mit dem Anton-Wildgans-Preis ausgezeichnet im Jahr 1972. Die Gedichte von Ingeborg Bachmann gingen um die Themen zwischenmenschliche Grenzen und das Potential der Sprachen. Ihre Werke sind bedeutend, weil sie die erste feministische Äußerungen von einer deutschsprachigen Schriftstellerin in der Nachkriegszeit waren.
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